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Mehr als ein Tag

In 2.797 Jahren passiert etwas Aussergewöhnliches. Im Jahre 4813 wird es einen 30. Februar geben. Wer an diesem Tag geboren wird, hat so richtig Pech. Denn dieser Tag wird fast einmalig sein und kommt nicht so schnell wieder.

fotolia.com ©mitifoto

Wer heute 20 Jahre alt geworden ist, hat nur 5 Kerzen auf seiner Geburtstagstorte stehen. Aller vier Jahre haben wir einen Tag mehr im Kalender stehen. Und heute ist es sogar ein Montag, so, dass wir dieses Jahr alle im Monat Februar mehr arbeiten dürfen. Wer ein festes Gehalt bezieht, hat Pech. Diese Zeit gilt leider nicht als Überstunden. Und die Unternehmen dürfen sich in diesem Jahr um eine bessere Bilanz freuen.
Wie kommt es aber dazu?

Bekanntlich zählen wir ein Jahr als eine ganze Umdrehung der Erde um die Sonne. Das sind 365 Tage. Das Problem ist jedoch, dass die Umkreisung exakt 365,2422 Tage dauert. Also fehlt immer ein Stück Zeit nach unserer Berechnung. Um das wieder auszugleichen, rechnen wir alle vier Jahre einen vollen Tag dazu. Im sogenannten Schaltjahr sind es demzufolge 366 Tage. So, wie dieses Jahr.

Diese Zahlweise ist im gregorianischen Kalender festgelegt. Papst Gregor der 13. Legte unter anderem auch fest, dass in allen Jahren, die ein Jahrhundert abschliessen und nicht glatt durch 400 teilbar sind, der Schalttag sogar ausfällt. Das liegt daran, dass die Zeitspanne, die aller vier Jahre mit einem Tag wieder ausgeglichen werden soll, eben nicht exakt einen viertel Tag ausmachen. Das nächste Mal, wann diese Regel angewendet wird, ist das Jahr 2100.

Und trotzdem fehlen jährlich immer noch 27 Sekunden. Rechnet man das hoch, so muss im Jahre 4813 ein weiterer Schalttag eingeführt werden., um den aufgelaufenen Tag der Differenz wieder auszugleichen.
Deswegen haben die an diesem Tag geborenen, den 30. Februar 4813, nie wieder einen Geburtstag zu feiern.