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Frankenstärke lässt die Bezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung verlängern

Vor vier Tagen, am 13.Januar dieses Jahres hat der Bundesrat die Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung von zwölf auf achtzehn Monate verlängert. Bis Ende letztes Jahr konnten die vom starken Franken betroffenen Unternehmen während maximal zwölf Monaten innerhalb von zwei Jahren Kurzarbeitsentschädigungen geltend machen. Eine neue Verordnung, welche ab 01. Februar 2016 in Kraft tritt, verlängert diese Zeit um ein halbes Jahr.

fotolia.com © Gina Sanders

Gültig wird diese Verordnung vorerst bis zum 31.07.2017. Dadurch soll den betroffenen Unternehmen mehr Zeit eingeräumt werden, sich auf die neue Ausgangslage auf dem Markt anzupassen. Der Nutzen liegt auf beiden Seiten. Die Beschäftigten bleiben im Betrieb und sind versichert. Den Unternehmen bleibt das Know-how der Mitarbeitenden erhalten.

Dies ist ein wichtiges arbeitspolitisches Instrument, um voreilige Entlassungen zu verhindern. Um einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken, hat der Bundesrat deshalb die Verlängerung der Bezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung und die Reduktion der Karenzzeit beschlossen. Die Karenzzeit wurde von zwei beziehungsweise drei Tagen auf einen Tag reduziert.

Hintergrund dieser anhaltenden Situation ist der anhaltend starke Schweizer Franken gegenüber dem Euro. Nachdem die Schweizerische Nationalbank vor gut einem Jahr, am 15.01.2015 bekannt gegeben hatte, den Mindestwechselkurs von 1.20 CHF pro Euro nicht mehr zu halten. Die exportorientierten Unternehmen und deren Zulieferbetriebe leiden seither unter Arbeits- und Ertragsausfällen.

Quelle der Information: SECO